Schon vor vielen tausend Jahren entstand die Tradition des Verräucherns von Pflanzenteilen. Während Feuer brannten, bemerkten die Menschen die angenehmen unterschiedlichen Düfte, die während des Verbrennens von Hölzern entstanden. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich alles rund ums Räuchern deutlich weiterentwickelt und verändert.

Zweck des Räucherwerks

In früheren Zeiten hatte das Räuchern unterschiedlichste Zwecke. Es diente sakralen Zwecken, zum Säubern von Räumen oder Häusern oder wurde bei Anlässen wie Taufen, Hochzeiten oder Geburtstagen verwendet. Über die Jahre wurden immer mehr Wirkungen verschiedenster Pflanzenteile bekannt und so gab es für jede Situation die passende Pflanze.

In den asiatischen Ländern gibt es auch heute noch eine weit verbreitete Räucherkultur. Hierzulande wird das Räuchern heutzutage vor allem genutzt, um einen angenehmen Duft zu verbreiten. Dabei wird entweder in Räucherschalen mit Kohle geräuchert, ein Stövchen mit Sieb genutzt oder auf einfache Dinge wie Räucherstäbchen und ähnliches Räucherwerk zurückgegriffen. In einem Räuchermischungen Shop kann man allerlei Pflanzenmischungen und Zubehör fürs Räuchern online bestellen.

Räuchermischungen und andere Legal Highs online bestellen

2008 erregte dann erstmals die Kräutermischung Spice die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Nach Laboranalysen wurden darin synthetische Cannabinoide entdeckt, die einen Rausch auslösen sollten. Mit natürlichen Pflanzenteilen als Trägerstoff wurden die synthetischen Stoffe als ungefährliche Kräutermischungen getarnt. Ungefährlich waren sie keinesfalls, weshalb das Spice, das zu den sogenannten Legal Highs gezählt wird, verboten wurde.

Danach begann ein wahrer Boom der Kräuter- und Räuchermischungen, Badesalze sowie Lufterfrischer, die als Alternative zu illegalen Drogen dienen sollten und in dubiosen Räuchermischungen bestellen Shops gekauft werden konnten. Immer mehr neue Produkte tauchten auf und immer wieder wurden einzelne synthetische Stoffe in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen und somit verboten. Doch sobald ein Stoff verboten war, wurde er chemisch leicht verändert und war somit nicht mehr illegal. Die Behörden kamen dem nicht hinterher, da die Aufnahme in das Betäubungsmittelgesetz eine lange Prozedur verlangt.

Maßnahme gegen die Legal Highs

Zwischenzeitlich nutzte man die Berufung auf das Arzneimittelgesetz als Lösung für das Problem mit den Legal Highs. Doch der europäische Gerichtshof beendete dies, da die Legal Highs nicht als Arznei angesehen werden könnten. Für die Gesundheit seien sie nämlich nicht förderlich. So ging das Katz- und Mausspiel zwischen der Verbreitung der Legal Highs und dem Verbot einzelner Stoffe durch das Betäubungsmittelgesetz weiter.

Nachdem in Jahr 2015 in Deutschland bereits 39 Todesfälle bekannt wurden, die auf die Legal Highs zurückzuführen waren, wurde eine andere Lösung immer dringender notwendig. Anfang Mai 2016 beschloss die Bundesregierung deshalb einen Gesetzesentwurf, der nicht mehr nur einzelne Stoffe, sondern ganze Stoffgruppen unter das Betäubungsmittelgesetz stellen soll. So will man dem Katz- und Mausspiel beim Verbot einzelner Stoffe wirksam entgegenwirken. Gleichzeitig sollen der Vertrieb, Besitz und Konsum der Legal Highs unter Strafe gestellt werden. In Großbritannien wurde Ende Mai bereits ein Generalverbot gegen die Legal Highs durchgesetzt. Gegen Ende 2016 soll das neue Gesetz in Deutschland in Kraft treten können.

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